Mundgeruch: Ursachen

Mundgeruch: Ursachen

Während vorübergehender Mundgeruch meist von Lebens- und Genussmitteln wie Knoblauch oder Alkohol ausgelöst wird, liegen die Ursachen für dauerhaft schlechten Atem (medizinisch „Halitosis“) meist im Bereich der Mundhöhle selbst.

Kurzfristig auftretender Mundgeruch: Auslöser

Zu den typischen Auslösern von kurzfristig auftretendem Mundgeruch zählen insbesondere Lebens- und Genussmittel wie Knoblauch, Zwiebeln, Nikotin oder Alkohol.

So ist zum Beispiel bei Knoblauch das sogenannte Allicin für die bekannten „Ausdünstungen“ verantwortlich. Dieser Stoff wird im Körper innerhalb von 24 Stunden abgebaut und über Atem, Haut, Schweiß und Urin ausgeschieden.

Ebenfalls ein typisches Phänomen in Zusammenhang mit vorübergehendem Mundgeruch ist der Mundgeruch am Morgen. Er entsteht, wenn im Mund die Speichelmenge über Nacht reduziert wird – so geht ein trockener Mund typischerweise mit Mundgeruch einher. Wer am Morgen ein Glas Wasser trinkt und dann noch auf eine gute Mundhygiene achtet, kann diese Form des Mundgeruchs meist schnell wieder vertreiben.

Kurzfristig auftretender Mundgeruch: Auslöser

  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Alkohol
  • Nikotin
  • Stress
  • Diät
  • Zu geringe Trinkmenge

Gut zu wissen:

Auch Stress kann Mundtrockenheit und damit Mundgeruch zur Folge haben.

Nicht zuletzt sind es häufig Diäten, die vorübergehenden Mundgeruch zur Folge haben können. Insbesondere, wenn dem Körper wenig oder keine Kohlenhydrate zugeführt werden, kann der Körper Fette nur unzureichend in Traubenzucker umwandeln. In der Folge entstehen sogenannte Keton-Körper, die sich in Form von „Aceton-Mundgeruch“ (Geruch nach faulen Äpfeln) bemerkbar machen können.

Ursachen von Mundgeruch (anhaltend)

Anhaltender Mundgeruch kommt weitaus seltener vom Magen als weithin angenommen. Viel häufiger sind es Probleme in der Mundhöhle, die schlechten Atem verursachen. Insbesondere anaerobe Bakterien in den Zahnzwischenräumen und auf dem Zungenrücken sind hier als „Übeltäter“ zu nennen. Diese Mundbewohner zersetzen unter anderem Eiweiße aus Essensrückständen in der Mundhöhle und setzen auf diese Weise flüchtige Schwefelverbindungen frei – Mundgeruch entsteht.

Darüber hinaus können auch Zahnprobleme wie Karies oder Zahnfleischentzündungen Ursache für Mundgeruch sein. Wenn also anhaltender Mundgeruch trotz Zähneputzen und optimaler Mundhygiene besteht, gilt es, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Nicht zuletzt kann auch der Nasen-Rachen-Raum (z. B. Sinusitis, Mandelentzündung) Ausgangspunkt für Mundgeruch sein. In selteneren Fällen sind es Grunderkrankungen wie die Refluxkrankheit, die Halitosis zur Folge haben können.

Mundgeruch: Ursachen im Mundbereich (oral)

  • Mangelnde Zahn- und Zungenhygiene (bakterieller Zahnbelag, bakterieller Zungenbelag)
  • Karies und andere Zahnprobleme (z. B. offene Wurzelkanäle)
  • Abszesse im Mund
  • Zahnfleischentzündung
  • Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis)
  • Pilzinfektion der Mundhöhle
  • Trockener Mund (z. B. durch Stress, Schnarchen, zu geringe Trinkmenge)
  • Tumore

Mundgeruch: Weitere Ursachen (extraoral)

  • Probleme im Hals-Nasen-Ohren-Bereich (z. B. Sinusitis, Mandelentzündung)
  • Grunderkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus, Reflux
  • Nahrungsmittelallergien
  • Veränderungen des Hormonhaushalts (z. B. Wechseljahre)
  • Medikamente (z. B. Antidepressiva, Bisphosphonate, Antibiotika)
  • Stress
  • Fasten

Mundgeruch & Bakterien

In den meisten Fällen sind es anaerobe Bakterien im Bereich der Mundhöhle, die Mundgeruch verursachen. Insbesondere in den Zahnzwischenräumen und auf der Zungenoberfläche tummelt sich eine Vielzahl der Mikroorganismen. So kann die Bakteriendichte um das 25-fache ansteigen, wenn die Zunge belegt ist.

Die Anaerobier bauen Essensrückstände in der Mundhöhle ab, wobei flüchtige Schwefelverbindungen entstehen – diese Sulfide machen sich beim Ausatmen in Form von Mundgeruch bemerkbar.

Gut zu wissen:

Bei der täglichen Mundhygiene sollte man darauf achten, auch die Zahnzwischenräume und die Oberfläche der Zunge zu reinigen. Spezielle Zahnbürsten und Zungenreiniger bieten hier die geeignete Unterstützung. Lesen Sie hier mehr über die richtige Mundhygiene und Behandlung von Mundgeruch.

Hätten Sie's gewusst?
  • Mundgeruch geht weitaus seltener vom Magen aus, als weithin angenommen. Erfahren Sie hier alles über die Ursachen von Mundgeruch.

  • Falsches Zähneputzen und Zahnfleischentzündungen können dazu führen, dass sich das Zahnfleisch zurückzieht. Mehr über die Ursachen.

  • Hausmittel gegen gelbe Zähne sind im besten Fall unwirksam. Denn Zitronensaft, Salz & Co. können auch Schaden anrichten.

  • Zahnbelag (Plaque) entsteht ständig neu – auch schon kurz nach dem Zähneputzen.

  • Zahnbelag kann nur mechanisch, das heißt mit Zahnbürste und Zahnseide, entfernt werden. Eine Mundspülung alleine reicht also nicht aus. Erfahren Sie hier mehr dazu.

  • Zahnstein kann weiß-gelblich, braun oder sogar schwarz sein. Lesen Sie hier mehr dazu.

  • Unsere Zahnfarbe ist genetisch festgelegt. Im Laufe des Lebens dunkeln die Zähne nach. Mehr erfahren.

  • Die Zahnzwischenräume machen ganze 30 Prozent der gesamten Zahnoberfläche aus. Das macht deutlich, wie wichtig es ist, Zahnbeläge auch an diesen versteckten Stellen gezielt zu entfernen.

  • Softdrinks und Energy-Drinks können Zahnschmelzabbau begünstigen. Mehr erfahren.

  • Bei Erwachsenen ab 40 Jahren ist Parodontitis die häufigste Ursache für Zahnverlust. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Behandlung.

  • Jeder vierte Deutsche leidet unter anhaltendem Mundgeruch (Halitosis).

  • Plaque enthält ein Sammelsurium unterschiedlicher Bakterienarten. Manche davon sind harmlos, andere hingegen produzieren Säuren oder Giftstoffe. Lesen Sie hier mehr dazu.

  • „Halitophobiker“ sind überzeugt davon, Mundgeruch zu haben und andere zu belästigen – obwohl das nicht der Fall ist.

  • Falsches Zähneputzen kann gelbe Zähne begünstigen. Hier gibt es noch weitere Ursachen.

  • Empfindliche Zähne sind häufig Folge freiliegender Zahnhälse. Erfahren Sie hier mehr dazu.

  • Durch die Verwendung von fluoridhaltigen Zahncremes lässt sich eine Kariesreduktion von 20 bis 30 Prozent erreichen.

  • Fruchtsäfte und Smoothies können Karies begünstigen – sie enthalten jede Menge Zucker. Erfahren Sie hier mehr über die Ursachen von Karies.

  • Wenn die Zähne empfindlich auf Heißes oder Kaltes reagieren, können spezielle Zahnpasten die Schmerzempfindlichkeit reduzieren. Lesen Sie hier mehr.

  • Jeder vierte Patient auf dem Zahnarztstuhl leidet an empfindlichen Zähnen. Erfahren Sie hier, was Sie dagegen tun können.

  • Freiverkäufliche Zahnbleichmittel dürfen heute höchstens einen Wasserstoffperoxid-Gehalt von 0,1% haben. Lesen Sie hier mehr.

  • Beim Zahnbleaching kommt wie beim Blondieren der Haare der Wirkstoff Wasserstoffperoxid zum Einsatz. Lesen Sie hier mehr.

  • Fluorid schützt die Zähne und spielt bei der Kariesprophylaxe eine ganz zentrale Rolle. Lesen Sie hier mehr, wie Sie Karies vorbeugen können.

  • Stress kann Mundgeruch begünstigen – denn bei Stress reduziert sich der Speichelfluss im Mund. Erfahren Sie hier mehr über mögliche Auslöser für Mundgeruch.

  • Eine Fissurenversiegelung beim Zahnarzt kann in manchen Fällen hilfreich sein, um Kinderzähne vor Karies zu schützen. Mehr erfahren.

  • Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Zahnsteinentfernung einmal pro Jahr. Lesen Sie mehr zum Thema.

  • Freiliegende Zahnhälse sind häufig Folge einer Parodontitis. Lesen Sie hier mehr über die Zusammenhänge.

  • Je besser Plaque entfernt wird, desto eher können Sie sich vor Zahnstein und möglichen Folgen schützen. Erfahren Sie hier mehr dazu.

  • Milchzähne haben einen sehr weichen und dünnen Zahnschmelz und sind daher besonders anfällig für Karies. Schon das erste Zähnchen sollte also geputzt werden. Mehr erfahren.

  • Backpulver für weiße Zähne? Experten raten aufgrund der möglichen Zahnschmelzschädigung von diesem Hausmittel ab. Mehr erfahren.

  • Ab ca. fünfeinhalb bis sechs Jahren brechen bei den meisten Kindern die ersten bleibenden Backenzähne durch und die vorderen Schneidezähne beginnen zu wackeln. Mehr erfahren.

  • Zu heftiges „Schrubben“ beim Zähneputzen kann das Zahnfleisch schädigen. Freiliegende Zahnhälse bzw. empfindliche Zähne können die Folge sein. Lesen Sie hier mehr dazu.

  • Seit Jahrzehnten wird das Trinkwasser in verschiedenen Ländern wie zum Beispiel USA, Kanada, Irland und Australien mit Fluorid versetzt.

  • Wackelzähne lassen sich leichter putzen, wenn man einen Finger dahinter legt. Mehr erfahren.

  • Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz des Körpers. Kein Wunder, dass der Zahnarzt einen Diamantbohrer benutzt, um ihn zu bearbeiten. Mehr erfahren.

  • Von freiverkäuflichen Zahnbleichmitteln wird abgeraten – unregelmäßige Ergebnisse und Schäden an Zähnen und Zahnfleisch sind möglich. Mehr erfahren.

  • Die Zahnzwischenräume vor oder nach dem Zähneputzen reinigen? Das ist laut Experten eher eine zweitrangig. Wichtig ist, dass es täglich geschieht.

  • Eine Bleaching-Behandlung sollte immer vom Zahnarzt überwacht werden. Mehr erfahren.

  • Auch nach einer Bleaching-Behandlung dunkeln die Zähne wieder nach. Das Ergebnis hält ca. 2-3 Jahre. Lesen Sie hier mehr

  • Wenn Plaque nicht oder nicht ausreichend entfernt wird, kann Zahnstein entstehen. Lesen Sie hier mehr.

  • Die Anwendung von Zahnpasta mit Fluorid ist ein wesentlicher Bestandteil der Kariesprophylaxe.

  • Etwa 60-80 Prozent aller Bakterien im Mundraum sind im Zungenbelag zu finden.

  • Zahnbelag lässt sich durch gründliches Zähneputzen entfernen. Zahnstein dagegen kann nur der Zahnarzt beseitigen.

  • Im Gegensatz zu einer Zahnfleischentzündung handelt es sich bei einer Parodontitis um einen nicht umkehrbaren Prozess. Erfahren Sie hier mehr.

  • Mehr als 80 Prozent der Deutschen weisen Zeichen einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) auf. Lesen Sie hier, was Sie dagegen tun können.

  • Mit der richtigen Zahnpasta können Sie Ihre Zähne vor säurebedingtem Zahnschmelzabbau schützen. Mehr erfahren.

  • Zahnfleischrückgang ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Da die Zähne oft empfindlich auf Kaltes oder Heißes reagieren, kann Essen und Trinken zu einer schmerzhaften Angelegenheit werden. Mehr dazu.

  • Schmerzempfindliche Zähne können ein Anzeichen für Zahnschmelzabbau sein. Mehr erfahren.

  • Immer mehr Jugendliche sind von Zahnschmelzabbau betroffen. Vor allem der häufige Verzehr von säurehaltigen Limonaden ist dafür verantwortlich. Lesen Sie hier mehr.

  • Raucher haben ein erhöhtes Risiko für Zahnfleischentzündungen und Parodontitis.

  • Weiße Flecken auf den Zähnen können ein erstes Anzeichen für Karies sein. Erfahren Sie hier mehr über die Symptome bei Karies.

  • Bei zurückgehendem Zahnfleisch sollten Sie Ihre Zahnputzgewohnheiten unter die Lupe nehmen. Erfahren Sie hier mehr.

  • Eine Baby-Zahncreme enthält in der Regel 500 ppm Fluorid. Mehr erfahren.

  • Mundgeruch wird in rund 90 Prozent der Fälle durch Probleme im Bereich der Mundhöhle verursacht – vor allem bakterieller Zungenbelag spielt eine Rolle. Lesen Sie hier alles über die Ursachen von Mundgeruch.

  • Erste Hinweise auf die Schutzwirkung von Fluorid gegen Karies ergaben sich aus Untersuchungen in den USA. Da stellte man fest: Jugendliche aus Regionen mit fluoridreichem Trinkwasser hatten nur halb so viele kariöse Zähne wie Gleichaltrige aus Regionen mit fluoridarmen Trinkwasser.

  • Die Zungenreinigung wird als Teil des täglichen Mundhygieneprogramms empfohlen.

  • Wird Karies frühzeitig erkannt, muss nicht zwangsläufig gebohrt werden. Erfahren Sie hier mehr.

  • Zahnstein erhöht das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündung – die Zahnsteinentfernung ist daher wichtig. Erfahren Sie hier mehr.

  • Karies bei Kindern und Jugendlichen tritt in ca. 80 Prozent der Fälle im Bereich der Vertiefungen (Fissuren) der Backenzähne auf. Diese sollten daher ab dem Zahnwechsel besonders gründlich geputzt werden. Mehr erfahren.

  • Zu starkes Schrubben beim Zähneputzen kann den Zahnschmelz schädigen. Lesen Sie hier mehr.

  • Plaque kann die Entstehung von Zahnfleischproblemen und damit von freiliegenden Zahnhälsen begünstigen. Lesen Sie hier mehr über die Zusammenhänge.

  • Die meisten Zahnverfärbungen lassen sich durch eine gründliche und regelmäßige Zahnpflege reduzieren. Erfahren Sie hier mehr Tipps gegen gelbe Zähne.

  • Zahnpasta mit Fluorid kann den Zahnschmelz stärken. Mehr dazu.

  • Auch „Zero-Getränke“ enthalten häufig Säure – und können somit den Zahnschmelz schädigen. Lesen Sie hier mehr.

  • Hat sich das Zahnfleisch bereits zurückgebildet, kann es nicht mehr neu gebildet werden. Mehr dazu.

  • Zahnärzte empfehlen, die Zahnzwischenräume einmal täglich mit Interdentalbürsten und/oder Zahnseide zu reinigen.

  • Im Alter zwischen 13 und 16 Jahren ist das Kariesrisiko besonders hoch Mehr erfahren.

Mundgeruch: Magen selten die Ursache

Fälschlicherweise wird Mundgeruch häufig auf Magenprobleme zurückgeführt. Tatsächlich ist das aber eher selten der Fall. Wenn die Ursache doch im Verdauungstrakt zu suchen ist, können zum Beispiel Störungen der Darmflora oder sogenannte Divertikel (Ausstülpungen) im Magen-Darm-Bereich infrage kommen.

Tipp: Bei Mundgeruch ist der Zahnarzt die erste Anlaufstelle, da die Ursache meist im Mundraum selbst liegt. Falls er keine Erklärung für die Beschwerden findet, wird er Sie an Ihren Hausarzt verweisen.

Mundgeruch ist nicht gleich Mundgeruch

Meist geht schlechter Atem auf bestimmte Lebensmittel (z. B. Zwiebeln, Knoblauch) oder Probleme im Mundbereich zurück. In selteneren Fällen können auch bestimmte Grunderkrankungen Auslöser für Mundgeruch sein.

Gut zu wissen:

Die Art des Mundgeruchs lässt mitunter auch Rückschlüsse auf die jeweilige Ursache zu. Eine genaue Diagnose sollte natürlich immer der Arzt bzw. Zahnarzt stellen.

Art des Mundgeruchs Mögliche Ursachen
Süßlicher Mundgeruch Zuckerkrankheit, Diphterie
Aceton-Mundgeruch (Geruch nach Nagellackentferner) Fasten, Diäten, Unterzucker bei Diabetes Patienten
Ammoniakgeruch Schwere Leber- oder Nierenerkrankung
Säuerlicher Mundgeruch Reizmagen, Sodbrennen
Mundgeruch am Morgen Trockener Mund, Schnarchen