Denta-Expert: Dental-Lexikon

Dental-Lexikon

Von A wie Aphten bis X wie Xylit – erfahren Sie hier, was sich hinter häufig verwendeten zahnmedizinischen Fachbegriffen verbirgt.

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  • A

    Alveolarknochen

    Der Alveolarknochen kann als spezialisierte Struktur des Kieferknochens betrachtet werden. Er beinhaltet die Alveolen (Zahnfächer), die einen Teil des Zahnhalteapparats darstellen. Wenn ein Mensch einen Zahn verliert, baut sich der dazugehörige Alveolarknochen ab.

    Aphten

    Als Aphten werden schmerzhafte Bläschen im Mund bezeichnet, die entweder episodisch oder chronisch auftreten können. Aphten sind medizinisch gesehen entzündungsbedingte Schädigungen der Schleimhaut und werden in die Kategorie der Geschwüre (Ulcus) eingeteilt. Die Bläschen sind zwar lästig, allerdings sind sie in der Regel nicht ansteckend und bergen auch keine gesundheitliche Gefahr. Welche genauen Ursachen bei der Entstehung von Aphten zugrunde liegen, weiß man bis zum heutigen Zeitpunkt nicht. Die Größe von Aphten kann variieren: Normalerweise sind sie wenige Millimeter groß, können aber auch einen Durchmesser von bis zu 3 cm erreichen.

    Aufbau Zahn

    Äußerlich betrachtet besteht ein Zahn aus der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Die Zahnkrone ist im Mund sichtbar und ragt aus dem Zahnfleisch heraus. Die Zahnwurzel ist unter dem Zahnfleisch verborgen und ist durch das Zahnfach, der Alveole, im Kieferknochen verankert. Der Übergang zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel wird als Zahnhals bezeichnet und ist bei einem gesunden Gebiss vom Zahnfleisch bedeckt. Im Querschnitt betrachtet besteht ein Zahn aus Zahnschmelz, Zahnbein, Zahnzement und Zahnmark (Zahnpulpa).

  • B

    Bleaching

    Beim Bleaching handelt es sich um ein chemisches Verfahren zur Aufhellung von verfärbten Zähnen. Meist kommt dabei Wasserstoffperoxid zum Einsatz. Das Wirkprinzip: Die Farbstoffe im Zahn werden oxidiert und aufgespalten. In der Folge erscheinen die Zähne heller. Zu den professionellen Bleaching-Methoden zählen Home-Bleaching, In-Office-Bleaching und die Walking-Bleach-Technik. Home-Bleaching: Eine vom Zahnarzt angepasste Kunststoffschiene wird zu Hause mit Bleichgel befüllt und stundenweise getragen. In-Office-Bleaching: Bleaching in der Zahnarztpraxis mit deutlich höher konzentriertem Bleichmittel, das direkt auf die gewünschten Zähne aufgetragen wird. Walking-Bleach-Technik: Bleaching von wurzelbehandelten Zähnen. Es empfiehlt sich, Bleaching nur unter ärztlicher Aufsicht durchführen zu lassen.

  • C

    Chlorhexidin

    Chlorhexidin ist ein in der Zahnmedizin verwendetes Antiseptikum, welches zur Bekämpfung von Bakterien im Mund eingesetzt wird. Durch die Anlagerung von Chlorhexidin auf den Zähnen, wird die Ansiedelung von kariogenen Bakterien verhindert. Zudem zerstört es die bakteriellen Zellmembranen und führt so zum Absterben der Bakterien.

  • D

    Dentin

    Dentin zählt neben dem Zahnschmelz und dem Zahnzement zu den drei Hartgeweben im Zahn. Diese zeichnen sich durch einen hohen Anteil an mineralischen Komponenten (z. B. Kalzium, Phosphat) aus. Im Gegensatz zu Zahnschmelz, kann das Dentin lebenslang produziert und erneuert werden. Das Dentin enthält Kanäle, die in Kontakt zum Zahnmark (Zahnpulpa) und den darin enthaltenem Nervengewebe stehen. Daher können über das Dentin äußere Reize, wie beispielsweise Temperatur oder säurehaltige Lebensmittel, wahrgenommen werden.

  • E

    Empfindliche Zähne

    Normalerweise schützt das Zahnfleisch oder der Zahnschmelz das schmerzempfindliche Dentin, auch Zahnbein genannt. Das Dentin besitzt kleine Kanälchen (Dentintubuli), die indirekt Kontakt zum Zahnnerv haben und so zur Weiterleitung von Temperatur und anderen Reizen dienen. Bildet sich das Zahnfleisch beispielsweise durch eine Entzündung zurück (Rezession), dann kommt es zu freiliegenden Zahnhälsen und das Dentin steht „schutzlos“ in direkter Verbindung zur Mundhöhle. Dadurch können kalte, heiße oder saure Speisen und Getränke die typischen Überempfindlichkeitsreaktionen verursachen, die symptomatisch für empfindliche Zähne sind.

  • F

    Freiliegende Zahnhälse

    Als Zahnhals wird der Bereich des Zahnes bezeichnet, der normalerweise vom Zahnfleisch bedeckt ist. Bei einem Rückgang des Zahnfleisches, beispielsweise durch Entzündungen (z. B. Parodontitis) oder durch zu kräftiges Zähneputzen, weist dieser Bereich direkten Kontakt zum Mundraum auf und man spricht von freiliegenden Zahnhälsen. Diese sind besonders empfindlich gegenüber Druck, Temperatur sowie süßen und sauren Nahrungsmitteln.

    Fluorid

    Fluoride sind Fluor-Verbindungen, die mit anderen Elementen eine Verbindung eingegangen sind. Für die Zahnmedizin sind beispielsweise Natriumfluorid, Natriummonofluorphosphat, Aminfluorid und Zinnfluorid interessant. Diese Verbindungen unterstützen die Remineralisation der Zähne und haben Einfluss auf den bakteriellen Stoffwechsel. Diese Wirkungen helfen Karies vorzubeugen.

  • G

    Gewebetypen im Zahn

    Würde man einen Zahn in der Mitte teilen, wären die drei Hartsubstanzschichten Zahnschmelz (Enamelum), Dentin (Zahnbein), Zahnzement und das Weichgewebe Zahnmark (Pulpa) sichtbar. Der Zahnschmelz zählt zu den härtesten Geweben im menschlichen Körper und bietet der Zahnkrone Schutz vor äußeren Einflüssen. Das Dentin macht den größten Anteil eines Zahnes aus und umgibt die Zahnpulpa. Die Zahnpulpa beinhaltet Blut-, Lymph- und Nervengewebe und ist so für die Versorgung des Zahns und für die Reizweiterleitung zuständig. Das Zahnzement liegt dem Dentin im unteren Teil des Zahns (Zahnwurzel) auf und dient vor allem der Verankerung des Zahns im Zahnfach (Alveole).

  • H
  • I

    Interdentalbürste

    Als Interdentalbürste wird eine Zahnbürste bezeichnet, die für die Reinigung der schwer zugänglichen Zahnzwischenräume vorgesehen ist. Sie wird dazu verwendet, Zahnbeläge und Speisereste zu entfernen. Die Bürstenköpfe der Interdentalbürsten gibt es in unterschiedlichen Formen und Stärken.

  • J
  • K

    Kai Putztechnik

    Als KAI-Putztechnik wird eine speziell für Kinder entwickelte Zahnputztechnik bezeichnet. Sie soll bei Kindern die Motivation für die Zahnpflege steigern und die Entwicklung der Motorik unterstützen. KAI steht für die Reihenfolge der zu reinigenden Zahnflächen: K für Kauflächen, A für Außenflächen und I für die Innenflächen. Auch für Erwachsene ist diese Technik gut geeignet.

    Kaliumnitrat

    Kaliumnitrat gehört in die chemische Gruppe der Kaliumsalze. Viele dieser Verbindungen werden als Wirkstoffe in desensibilisierenden Zahnpasten eingesetzt, um bei empfindlichen Zähnen eine Weiterleitung der Schmerzreize zu reduzieren. So kann die Reizschwelle erhöht und dadurch die Schmerzen verringert werden.

    Karies

    Karies ist eine der häufigsten Erkrankung der Zähne und wird durch schädliche Bakterien im Mundraum hervorgerufen. Eine unzureichende Mundhygiene, ein häufiger Zuckerkonsum und ein fehlendes Fluoridangebot führen zu Plaquebildung an den Zähnen. Plaque ist eine Schleimschicht (Biofilm), die aus Speichel, Nahrungsresten und Bakterien besteht. Diese Bakterien setzen Zucker aus der Nahrung in Säuren um und greifen so die Hartsubstanz des Zahnes an. Mit der Zeit wird ein kariöser Defekt (Loch im Zahn) sichtbar.

  • L
  • M

    Mundflora

    Der Mund- und Rachenraum wird von vielen Mikroorganismen besiedelt, hauptsächlich von Bakterien und Hefen. Dieses mikrobielle Ökosystem ist fein abgestimmt und erfüllt vielfältige Aufgaben, beispielsweise bietet es Schutz vor Krankheitserregern. Gerät dieses Gleichgewicht aus der natürlichen Balance, können zum Beispiel Karies oder Zahnfleischerkrankungen die Folge sein. Die Zusammensetzung der Mundflora ist individuell unterschiedlich und ändert sich auch im Laufe des Lebens.

    Mundgeruch

    Mundgeruch (Halitosis) kann vorübergehend sein und durch bestimmte Lebensmittel, wie z.B. Knoblauch oder Zwiebeln, hervorgerufen werden. Wenn schlechter Atem über längere Zeit besteht, ist er meist Folge von dentalen Erkrankungen oder schlechter Mundhygiene und sollte daher ernst genommen werden. Häufigste Ursache für Mundgeruch sind bakterielle Abbauprodukte von Speiseresten und Zahnfleischentzündungen (Gingivitis, Parodontitis). Auch in Folge von Magenleiden oder Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum kann Mundgeruch auftreten.

    Mundtrockenheit

    Mundtrockenheit (Xerostomie) macht sich durch eine klebrige Zunge und schwieriges Kauen bemerkbar. Der trockene Mund ist Folge von zu wenig Speichel im Mund. Eine verminderte Speichelproduktion kann durch eine unzureichende Flüssigkeitsaufnahme hervorgerufen werden. Sie kann aber auch auf Medikamente (z.B. Antidepressiva oder Antihistaminika) oder bestimmte Grunderkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) ausgelöst werden. Bei Mundtrockenheit fehlt es den Mundschleimhäuten an Schutz vor Bakterien und Säuren, da im Speichel antibakterielle und neutralisierende Stoffe enthalten sind. Außerdem kann es aufgrund der fehlenden Feuchtigkeit schneller zu Schleimhautverletzungen kommen.

  • N
  • O
  • P

    Parodontitis

    Parodontitis, umgangssprachlich auch Parodontose genannt, ist eine durch Bakterien verursachte Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodontium). Der Zahnhalteapparat setzt sich aus Zahnfleisch, Zahnzement, Zahnfach und der Wurzelhaut zusammen. Bei Parodontitis ist also nicht der Zahn betroffen, sondern das Gewebe, das ihn umgibt und ihn im Kieferknochen verankert. Bei fortschreitender Erkrankung kann es dadurch zu Zahnverlust kommen. Je nach Geschwindigkeit des Krankheitsverlaufs unterscheidet man zwischen einer aggressiven und einer chronischen Parodontitis.

    Plaque

    Dentale Plaque, auch Biofilm genannt, kann bei unzureichender Mundhygiene besonders an schwer zugänglichen Stellen, beispielsweise in den Zahnzwischenräumen, entstehen. Diese Schleimschicht auf den Zähnen besteht aus Speichel, Nahrungsresten und Bakterien und wird ständig neu gebildet – auch schon kurz nach dem Zähneputzen. Durch Einlagerung von Mineralien verkalkt Plaque und es entsteht Zahnstein, der nur beim Zahnarzt entfernt werden kann. Plaque und Zahnstein sind häufig die Ursache für Zahnfleischentzündung, Karies und Parodontitis.

    Plaque-Bakterien

    Plaque-Bakterien sind Bestandteile der Zahnbeläge. Sie scheiden Säuren und giftige Stoffwechselprodukte aus, die zu Karies bzw. Zahnfleischerkrankungen führen können. Einer der bekanntesten Vertreter der Plaque-Bakterien ist Streptococcus mutans.

    Putztechniken

    Das Zähneputzen kann auf unterschiedliche Art und Weise durchgeführt werden und je nach Putztechnik gibt es verschiedene Herangehensweisen. Als wirkungsvolle Putztechniken werden z.B. die KAI-Putztechnik, die Bass-Technik oder die Rotationsmethode beschrieben. Dabei unterscheiden sich die Methoden zum Beispiel durch die Bewegungen, die mit der Zahnbürste ausgeführt werden sollen und durch die Reihenfolge, in der die Zahnflächen gereinigt werden sollen.

  • Q
  • R
  • S

    Speichel

    Der Speichel wird in vielen Speicheldrüsen im Mund produziert. Die Hauptfunktionen des Speichels sind der Nahrungstransport, die Verdauung, die Geschmacksvermittlung und der Schutz von Zähnen und Mundschleimhaut. Diese unterschiedlichen Funktionen sind auf die spezielle Zusammensetzung des Speichels zurückzuführen. Er besteht vor allem aus Wasser, Elektrolyten (Natrium, Kalium, Chlorid, Phosphat) und Proteinen (Verdauungsenzyme, antimikrobielle Proteine). Bei Störungen des Speichelflusses kann es zu Mundtrockenheit kommen.

  • T
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    Xylit

    Xylit ist ein Zuckerersatzstoff und ist aufgrund seiner antikariogenen Wirkung häufig in Kaugummis und Zahnpasten enthalten. Die Wirkung gegen die Karies verursachenden Bakterien beruht auf der Störung des bakteriellen Stoffwechsels. Zudem erhöht Xylit die Speichelproduktion und beschleunigt daher die Remineralisation der Zähne.

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    Zahnabrasion

    Zahnabrasionen beschreiben den Verlust von Zahnsubstanz. Der Substanzverlust erfolgt durch mechanischen Abrieb, der durch abrasive Inhaltsstoffe von Zahncremes oder zu harte Zahnbürsten verursacht wird. Freiliegende Zahnhälse und empfindliche Zähne können die Folge sein.

    Zahnaufhellung

    Die Zähne können sich durch externe Faktoren (Kaffee, Tee, Tabak) oder interne Einflüsse (Zahnbeschaffenheit, Medikamente) verfärben. Die Aufhellung der Zähne (Bleaching) kann aus ästhetischen oder medizinischen Gründen erfolgen. Beim Bleachen wird in der Regel Wasserstoffperoxid eingesetzt, das die Pigmente, die für die Verfärbung verantwortlich sind, verändert (oxidiert) und so zu einer Aufhellung führt.

    Zahnbelag

    Zahnbelag setzt sich vor allem aus verschiedenen Proteinen und Kohlenhydraten zusammen, die sich in der Mundhöhle befinden. Bleibt Zahnbelag über längere Zeit bestehen, können sich Bakterien anlagern und man spricht von Plaque oder bakteriellem Zahnbelag. Zahnbelag kann mechanisch durch gründliches Zähneputzen entfernt werden.

    Zahnbett

    Das Zahnbett (Zahnhaltapparat, Parodontium), setzt sich aus Zahnfach (Alveole), Zahnzement (Cementum), Zahnfleisch (Gingiva) und Wurzelhaut (Desmodont) zusammen. Zusammen bilden sie eine funktionelle Einheit und sind für die Verankerung der Zähne im Kieferknochen verantwortlich. Wenn sich das Zahnbett entzündet, spricht man von einer Parodontitis (chronische Zahnbett-Erkrankung).

    Zahnentwicklung

    Unter postnataler Zahnentwicklung versteht man die Entstehung des menschlichen Gebisses nach der Geburt. Hierbei unterscheidet man je nach Alter zwischen der Milchgebissperiode, der Wechselgebissperiode und dem bleibenden Gebiss. Die Milchgebissperiode beginnt ab dem 6. Monat und dauert in der Regel bis zum 6. Lebensjahr. Das hierbei entstehende Milchzahngebiss besteht aus 20 Milchzähnen und zeichnet sich durch eine bläulich-weiße Färbung aus. Nach dem 6. Lebensjahr werden allmählich die Milchzähne durch bleibende Zähne ersetzt. Das bleibende Gebiss besteht aus 32 Zähnen und ist normalerweise nach Durchbruch der Weisheitszähne ab dem 16. Lebensjahr vollständig ausgebildet.

    Zahnerosion

    Zahnerosionen beschreiben Schädigungen an der Zahnoberfläche, also am Zahnschmelz. In manchen Fällen kann sogar das darunter liegende und schmerzempfindliche Dentin beschädigt werden. Im Gegensatz zu Karies sind bei Zahnerosionen keine Bakterien involviert. Der Substanzverlust erfolgt durch Säuren, die in der Regel über die Nahrung (Limonaden, Fruchtsäfte, Früchte) aufgenommen werden. Auch Medikamente (Aspirin, Vitamin-C Präparate) oder häufiges Übergeben (Magensäure) können zu Zahnerosionen führen. Die Säuren lösen die Hartsubstanz des Zahnes auf und schädigen so den Zahnschmelz. Freiliegende Zahnhälse und empfindliche Zähne können die Folge sein.

    Zahnfleisch

    Als Zahnfleisch (Gingiva) wird die Mundschleimhaut bezeichnet, die den unteren Teil des Zahns (Zahnhals und Zahnwurzel) und das Zahnfach (Alveole) umschließt. Sie gehört neben dem Zahnfach, Zahnzement und Wurzelhaut zu dem Zahnhalteapparat. In gesundem Zustand ist das Zahnfleisch blassrosa und schützt den Zahnhals vor äußeren Einflüssen (Mikroorganismen, Fremdpartikel und Nahrung). Zu den häufigen Zahnfleischerkrankungen zählen Gingivitis und Parodontitis.

    Zahnfleischprobleme

    Zahnfleischprobleme umfassen leichte bis mittelschwere Erkrankungen des Zahnfleischs. Darunter zählen Zahnfleischbluten und leichte Formen von Zahnfleischentzündungen oder Zahnfleischrückgang. Wenn Zahnfleischprobleme nicht adäquat behandelt werden, kann es zu Parodontitis und dadurch zu Zahnverlust kommen.

    Zahnfleischentzündung

    Eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) wird oft durch bakteriellen Zahnbelag (Plaque) ausgelöst. Typische Anzeichen sind Rötungen und Schwellungen. Mitunter kann es auch zu Zahnfleischbluten kommen. Wenn die Entzündung nicht behandelt wird, kann sich die Gingivitis zu einer Parodontitis weiterentwickeln.

    Zahnfleischerkrankungen

    Zahnfleischerkrankungen sind häufig auf eine bakteriell verursachte Entzündung zurückzuführen. Dabei unterscheidet man zwischen einer Gingivitis und einer Parodontitis. Eine Gingivitis ist immer die Vorstufe einer Parodontitis und betrifft nur das Zahnfleisch, während es bei einer Parodontitis zu einer Entzündung des gesamten Zahnhalteapparats kommt.

    Zahnfleischrückgang

    Als Zahnfleischrückgang wird der Schwund des schützenden Zahnfleisches bezeichnet. Dies ist nicht nur ein ästhetisches Problem (die Zähne erscheinen unnatürlich lang), sondern kann auch für die Zähne gefährlich werden. Als Ursachen für Zahnfleischrückgang kommen beispielsweise entzündliche Erkrankungen, wie Parodontitis, oder abrasive Prozesse, wie zu kräftiges Zähneputzen, in Frage. Zahnfleischschwund hat zur Folge, dass freiliegende Zahnhälse entstehen. Diese sind zum einen ein guter „Rückzugsort“ für kariogene Bakterien (Zahnhalskaries) und zum anderen die Ursache für empfindliche Zähne.

    Zahnfleischtasche

    Normalerweise umschließt das Zahnfleisch den unteren Teil des Zahns fest, sodass keine Zwischenräume sichtbar sind. Aufgrund von entzündlichen Prozessen (z. B. Parodontitis) können sich Zahnfleischtaschen bilden. Je nach Tiefe der Zahnfleischtaschen kann man auf die Schwere und Aktivität der Entzündung schließen.

    Zahngesundheit

    Zu einer guten Zahngesundheit zählen gepflegte und gesunde Zähne, ein blass-rosa Zahnfleisch und ein kräftiges Gebiss. Außerdem sollten keine Funktionseinschränkungen beim Kauen, Sprechen oder Schlucken bestehen. Heute weiß man, dass das allgemeine Wohlbefinden und andere Erkrankungen von der Zahngesundheit beeinflusst werden. So können sich beispielsweise Zahnfleischerkrankungen auf die Herz- und Kreislaufgesundheit auswirken. Auch Diabetes und Nierenerkrankungen können Folge von nichtbehandelten Entzündungen im Mundraum sein.

    Zahnhalteapparat (Parodontium)

    Der Zahnhaltapparat (Parodontium), auch Zahnbett genannt, ist für die Fixierung der Zähne im Kieferknochen verantwortlich. Die Bestandteile des Zahnhalteapparats sind das Zahnfach (Alveole), der Zahnzement (Cementum), das Zahnfleisch (Gingiva) und die Wurzelhaut (Desmodont). Diese anatomischen Strukturen bilden zusammen eine funktionelle Einheit, die es den Zähnen ermöglicht, den enormen Kaukräften standzuhalten. Wenn sich der Zahnhalteapparat entzündet, spricht man von einer Parodontitis.

    Zahnschmelz

    Als Zahnschmelz (Enamelum) wird die äußerste Schicht des oberen Zahnbereichs (Zahnkrone) bezeichnet. Er dient als Schutzschild gegenüber Mikroorganismen, sauren Substanzen oder mechanischer Beanspruchung und zählt aufgrund des hohen Anteils von Mineralien (Calcium, Phosphor) zu den härtesten Geweben im menschlichen Körper. Da der Zahnschmelz keine Verbindung zu den Zahnnerven besitzt, verursachen Schädigungen des Zahnschmelzes keine Schmerzen. Schädigungen des Zahnschmelzes sind nicht reversibel, das heißt, zerstörter Zahnschmelz kann nicht repariert werden.

    Zahnstein

    Zahnstein entsteht, wenn bakterieller Zahnbelag (Plaque) nicht entfernt wird. Bei Plaque handelt es sich um eine Schleimschicht auf den Zähnen, die aus Speichel, Nahrungsresten und Bakterien besteht. Wird der bakterielle Zahnbelag nicht durch eine sorgfältige Mundhygiene regelmäßig entfernt, können sich Mineralien einlagern und es entsteht Zahnstein. Dieser kann nur beim Zahnarzt mit Hilfe eines Schabers oder durch Ultraschall entfernt werden. Plaque und Zahnstein sind häufig die Ursache für Zahnfleischentzündung, Karies und Parodontitis.

    Zahnverfärbung

    Die individuelle Zahnfarbe unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Sie ist abhängig von der Dicke und der Zusammensetzung des Zahnschmelzes und des Dentins. Zahnverfärbungen können durch externe Faktoren (Kaffee, Rotwein, Tee, Tabak, Curry) oder interne Faktoren (Mangelernährung, Antibiotikaeinnahme während der Schwangerschaft) hervorgerufen werden.

    Zahnzwischenräume

    Der Raum zwischen den Zähnen kann nur unzureichend mit einer Zahnbürste gereinigt werden und bietet daher schädlichen Bakterien einen optimalen Rückzugsort. Daher sollten die Zahnzwischenräume täglich mit Zahnseide oder Interdentalbürsten gereinigt werden. Auf diese Weise kann bakterieller Zahnbelag zwischen den Zähnen entfernt und Zahnfleischerkrankungen wie Parodontitis vorgebeugt werden.

    Zinnfluorid

    Zinnfluorid wirkt antibakteriell und wird daher oft in Zahncremes zur Kariesprophylaxe eingesetzt. Zudem kann es das Risiko für Zahnfleischerkrankungen reduzieren. Auch ein zusätzlicher Schutz bei freiliegenden Zahnhälsen wird durch Zinnfluorid gewährleistet.

    Zungenbelag

    Zungenbelag setzt sich aus Speiseresten und Bakterien zusammen. Er kann auf bestimmte Erkrankungen hinweisen. Bei Mundinfektionen beispielsweise führt eine verminderte Speichelsekretion zu einer bakteriellen Besiedelung der Zunge und so zu einem Belag, der schädlich für die Mundflora ist und Mundgeruch begünstigt. Bei grippalen Infekten kommt es oft zu einem weißlichen Zungenbelag. Aber auch bei Magen-Darm-Störungen oder Zahnfleischerkrankungen kann sich hartnäckiger Zungenbelag bilden.